Referenzen

MessiaSASAmbura von Maximilian Guth wurde im Rahmen des Internationalen Workshops Transcultural Music Traditions des Balzan Musicology Project Towards a Global History of Music aufgeführt. Die Referenten und Diskussionsteilnehmer des Workshops, die aus 16 Ländern der Welt kamen, beeindruckten die vielfältigen musikalischen Aspekte von Transkulturalität in dieser genialen Komposition von Maximilian Guth nachhaltig. Eingeleitet durch Kommentare des Komponisten bildete das Konzert vom Asambura-Ensemble den passenden musikalischen Höhepunkt einer Konferenz, die den Wechselwirkungen zwischen Weltkulturen und historischen Epochen gewidmet war.“ 
Prof. Dr. Reinhard Strohm – director Balzan Musicology Project „Transcultural Music Traditions: Towards a Global History of Music“

„Maximilian Guth macht sich in seinem phantasiereichen Schaffen politische und gesellschaftliche Fragestellungen zu eigen und fand so einen sehr individuellen Weg zum Komponieren. Sein künstlerischer Fokus liegt u.a. darin, unterschiedliche Musikkulturen zueinander in Beziehung zu setzen. Hierbei wird seine musikalisch-kompositorische Arbeit zum Medium der gegenseitigen Vernetzung.““
Prof. Dr. Benjamin Lang – Zürcher Musikhochschule | Hanns Eisler Musikhochhschule Berlin

„Maximilian Guth gelingt es, afrikanische Stilelemente und Musizierpraxis mit dem Formdenken und der Instrumentationskunst der europäischen Musiktradition zu verschmelzen und dabei jedem Bereich seine Eigenart zu belassen, so dass kein Element zum bloßen schmückendem Akzidenz des jeweils anderen wird. Daraus resultiert eine eigenwillige, fremd und zugleich vertraut anmutende Klangwelt.“
Prof. Christoph Hempel – Musikhochschule HMTM Hannover

unmittelbar und von großer Wucht 
„Guth wählte Themen Händels aus, bearbeitete und verfremdete sie, um sie schließlich in ein faszinierendes neues orchestrales Gewand zu kleiden. Zuballerst fallen die gedeckten Farben der Instrumentation auf, die vom tiefen Register beherrscht wird. Damit schafft er einen Kontrast zu den brillanten Höhen des Barockorchesters und nähert sich einem warmen, afrikanischen Klangidiom an.
Die Wirkung, die diese Instrumentalsuite auf den Hörer macht, ist unmittelbar und von großer Wucht: avantgardistische Klangflächen, aus denen sich unvermittelt Melodielinien der Soloinstrumente herausschälen, geflüsterte und geschriene Sprachpassagen, prägnante Rhythmen; und durch alles schimmert immer wieder das Händelsche Original.
Weltwissen, das man nicht sehen kann“
vollständiger Artikel – Christian Helming, Mindener Tageblatt MT – „MessiaSASAmbura – Instrumentalsuite“ 2016

In Guth’s Musik geht es nicht um die Aufhebung von Unterschieden, sondern um Toleranz und das Aushalten des zunächst Fremden
„Das Motto des Werkes – ,Weite wirkt‘ – ist eine bewusste Bejahung des Stil- und Kulturpluralismus‘. Nicht um Aufhebung von Unterschieden, um einebnende Verflachung geht es Guth, sondern um Toleranz, um das Aushalten des zunächst Fremden ohne Angst und Vorurteile. Dann könnte man erfahren, dass der „clash of cultures“, der vielbeschworene und noch mehr befürchtete Aufeinanderprallen verschiedener Kulturen, durchaus gewinnbringend sein kann.“
vollständiger Artikel – Matthias Gans, Neue Westfälische Zeitung – „MessiaSASAmbura“ 2016

MessiaSASAmbura St.Marienkirche Minden 05/2017 | Choreografie Petra Nottmeier |  photo credits © Jochen Lewin


„Guths Musik lässt die Klangformen des Asambura-Ensembles bestens zur Geltung kommen. Die Stücke wachsen meist aus wenigen Klängen heraus, die sich dann zu rhythmisch prägnanten Klangräumen formen. Damit bilden sie einen spannenden Kontrast zu Händels barocker Musiksprache, ohne zu ihr in Konkurrenz zu treten.
Dieses szenische Oratorium rückt die symbolische Bedeutung des Lebensweges Christi – vielleicht wieder – in der Vordergrund. In einer Zeit, in der der Glaube an Wunder, zu denen das Leben und die Wiederauferstehung Christi zweifellos gehören, so schwerfällt, ist die Betonung der symbolischen Botschaft darin ein sehr moderner Gedanke: Der Messias als symbolischer Ausdruck für die Kraft des Lebens angesichts des Todes, des Lichtes in der Dunkelheit, für den Glauben an die Hoffnung angesichts allgegenwärtiger Verzweiflung ist eine der zentralen Botschaften, die weit über Länder und Konfessionen hinaus wirken kann – und die in der Inszenierung in der Marienkirche mit vielen Sinnen erfahrbar war.“

vollständiger Artikel – Jochen Lewin, Mindener Tageblatt MT – „MessiaSASAmbura“ 2016

eine Vision für Frieden und Miteinander
„Händels Werk ist der rote Faden, dennoch wird an mehreren Stellen die klassische Musiktradition durchbrochen. Beispiel dafür ist „Babel“, geschrieben von Guth mit dem Iraner Ehsan Ebrahimi. „Das biblische Motiv vom Turmbau zu Babel und der Sprachverwirrungen steht für die Spannungen in der Begegnung verschiedener Kulturen.
Mit MessiaSASAmbura möchte Guth die deutsche und afrikanische Musikkultur auf eine Stufe stellen, die vorhandenen Widersprüche aber bestehen lassen. An den Schluss des Oratoriums hat Guth eine Vision für Frieden und Miteinander gestellt: ,Wir müssen den aktuellen Tendenzen einer Verhärtung gegenüber dem ,Anderen‘ entgegenwirken.“

Thomas Krüger, Unsere Kirche UK – UA „MessiaSASAmbura“ 01.05.2016

„Maximilian Guth hatte sich mit seiner Interpretation auf unbekanntes Terrain begeben. Gekonnt verwob er das Oratorium mit afrikanischen Musikstilistiken. So wird in einem spannungsreichen Kontrast zwischen Händels barocker Musiksprache und afrikanischer Tonalität und Rhythmik der rein europäische auf einen multiethnischen Kulturbegriff erweitert.
Das musikalische Niveau und die Qualität der Interpretation waren ausnahmslos überragend. Nie lies die Spannung nach, die tiefe Symbolik des Werks und seine assoziative Imaginationskraft waren in jeder Phase mit allen Sinnen erlebbar.

,Ich würde bedauern, wenn ich meine Zuhörer nur gut unterhalten hätte – ich wünschte, sie besser zu machen.‘ Mit diesen Worten hatte Händel unmissverständlich klar gestellt, worum es ihm in seinem Messias wirklich ging. Diesem Anspruch ist die Rhedaer Aufführung in jeder Weise gerecht geworden. Minutenlange, stehende Ovationen des Publikums waren Dank und Lohn.“
vollständiger Artikel – Bernd Heumüller, Die Glocke – „MessiaSASAmbura“ 2016

„Maximilian Guth zeigt sich besonders angetan von den künstlerischen Möglichkeiten, die eine Konfrontation von Musik unterschiedlicher Kulturen und ihrer jeweiligen Stilistik bietet. Er zeigt sich interessiert an Fragen des Interkulturellen Dialogs, was sich bei ihm in eindrucksvoller Art und Weise in seiner Tätigkeit als Komponist niederschlägt.“
Prof. Tobias Rokahr – Musikhochschule HMTM Hannover

„Guth’s „Hora“ ist mit ihrem aktuellen Bezug auf den Konflikt von Religionen und Kulturen sehr sehr intim und klanglich wunderbar geschrieben.“
Thorsten Wolf, Saarbrücker Zeitung Homburger Lokalteil – UA „Hora“ 22.11.2015 in Homburg

„‚Hora‘ von Maximilian Guth (erster Preis) ging mit einem leisen Schluss-Solo des Saxofons in die meditative Szenerie. Zuvor erlebte man eine musikalische Gratwanderung zwischen dem gemeinsamen Erleben der Schriftreligionen, meinte Muezzin-Rufe und Glockenklänge zu vernehmen.“
Karlheinz Dettweiler, Rheinpfalz Zweibrücken (Kultur regional) – UA „Hora“ 22.11.2015 in Homburg

MessiaSASAmbura St. Marienkirche Minden 05/2017 | Choreografie Petra Nottmeier | photo credits © Peter Hübbe

„Den Auftakt machte Maximilian Guth mit dem Stück „Karanga“. Inspiriert worden sei er dabei durch seineTansania-Reisen. Dies spiegelte sich auch im Klang der Trommeln und den prägnanten Rhythmen wieder, die zum Ende hin mit einem letzten großen Posaunensolo in stillem Schweigen endete. Die Ruhe übertrug sich auch auf das Publikum, das erst nach einem kurzen, gänzlich stillen Moment mit tosendem Applaus einsetzte. Begeistert zeigte sich auch die Bürgermeisterin der Stadt Braunschweig, Cornelia Rohse-Paul, die die Leistung des noch recht jungen Musikers in höchsten Tönen lobte. „1992 geboren und dann solch ein bewegenden Stück zu komponieren – ich war begeistert.“
Max Förster, Regionalnachrichten aus Braunschweig – Aufführung „Karanga“ 14.11.2015

„Stehende Ovationen für „Karanga“ beim Benefiz-Konzert des Lions Club. Zwischen Mendelssohns Ouvertüre zu „Die Hebriden“ und Tschaikowskis „Pathétique“ bettete das Junge Sinfonieorchester Hannover (JSO) die Uraufführung von „Karanga“ ein. Die musikalische Hommage gilt Tansania, einem Land, das der erst 22-jährige Komponist Maximilian Guth seit 2011 mehrfach bereist hatte.
Bereits im Jahr 2012 reifte bei ihm die Idee, nach einem neuerlichen Besuch in Mtae in den Usambarabergen setzte er sie in die Tat um. Vier Monate komponierte Guth an diesem Glanzstück. Es gelang ihm hervorragend, die Faszination der Dialektik zwischen rhythmischer Dichte, tranceartigen Elementen und afrikanischen Musikstilen auf die Technik des westeuropäischen orchestralen Bläserklangs zu übertragen. Er bediente sich dabei auch dem Prinzip der reißverschlussartigen Verzahnung, wie sie oftmals in der Amadinda-Musik in Uganda vorzufinden ist.
Mit „Karanga“ wurde der 1992 in Bielefeld geborene Guth im vergangenen Jahr erster Preisträger beim JSO-Kompositionswettbewerb. Viele erste Plätze bei nationalen und internationalen Kompositionswettbewerben hat er bereits in seinem jungen Leben gewonnen. Mit stehenden Ovationen für den Komponisten und das Orchester mit seinem Dirigenten Tobias Rokahr brachten die Zuhörer ihre Begeisterung zum Ausdruck.“
Reinhold Krause, Neue Deister-Zeitung Springe – Uraufführung „Karanga“ 13.02.2014